„Abschaffung der Hauptschule?“ - Positionierung der BAG EJSA zur Einschätzung des Entwicklungsbedarfs an Schulen

Die BAG EJSA ist mit ihrer Arbeit der Zielgruppe „benachteiligter junger Menschen“ verpflichtet, die zu einem großen Teil HauptschülerInnen sind (oder die entsprechende Nachfolgeschule besuchen) und die diese Schulform häufig ohne oder mit sehr schlechtem Abschluss verlässt. Aus dieser Verantwortung heraus bezieht die BAG EJSA zum derzeitigen Auflösungsprozess der Hauptschule in einem jetzt veröffentlichten Positionspapier Stellung.

Die Hauptschule als ein Teil des dreigliedrigen Schulsystems in Deutschland befindet sich nicht erst seit PISA in der Kritik. Seit Jahren liegt die Zahl der Schüler und Schülerinnen, die die Hauptschule ohne Abschluss verlassen, in allen Bundesländern zwischen 7% und 9%. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind dort überproportional häufig anzutreffen.

Der scheinbar folgerichtige und nahe liegende Reflex lautet: Abschaffung der Hauptschule! Mit der Abschaffung der Hauptschule verschwinden jedoch nicht die Hauptschüler und Hauptschülerinnen. Auch bleibt der Hauptschulabschluss in einer anderen Schulform für diese Schüler und Schülerinnen trotzdem die Regel.

Neuprofilierung und Steigerung der Attraktivität der Hauptschule oder eine inhaltliche Gesamtreform des Schulwesens, die sich ganz von überkommenen Bildungswegen und ihren Begrifflichkeiten löst, sind ebenfalls denkbare Antworten.
Das Positionspapier können Sie hier herunterladen:
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